Glasmalerei

In der Peterskirche sind Glasmalereien des 19. und des 21. Jahrhunderts vorhanden. Die älteren Fenster befinden sich im Chorraum, die zeitgenössischen Fenster Johannes Schreiters im Kirchenschiff und in der südlichen und der nördlichen Seitenkapelle.

Kirchenfenster im Chorraum (1869)

Im Chorpolygon sind drei neugotische Farbfenster erhalten, die um 1869 durch Heinrich Beiler (sen.), Heidelberg, ausgeführt wurden. Die Dreifigurengruppe im Achsenfenster bildet den stärksten farblichen Akzent im Chorraum: In der Mitte steht erhöht der den Kelch segnende Christus, flankiert von Petrus und dem Evangelisten Johannes. Farbgebung und Figurenstil verraten die Nähe zur Malerei der Nazarener.

Mittleres Fenster im Chorraum: Christus mit Petrus und Johannes

Die seitlichen Fenster im Chorhaupt sind ihrer Gestaltung und ihrem Inhalt nach typische Bildschöpfungen des Protestantismus und durch Inschriften als Stiftungen ausgewiesen. Sie sind Personen der protestantischen Kirchengeschichte gewidmet und als nüchterne Porträt-Galerie gestaltet: links König Gustav Adolf II. von Schweden (reg. 1611-1632), darunter Kurfürst Ottheinrich von der Pfalz (reg. 1556-1559), begleitet von den Theologen Philipp Jakob Spener (1635-1705) und Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher (1768-1834), rechts in gleicher kreuzförmiger Anordnung Martin Luther (1483-1546) und Ulrich Zwingli (1484-1531), flankiert von Philipp Melanchthon (1497-1560) und Johannes Calvin (1509-1564). Diese acht Persönlichkeiten verkörpern kontroverse theologische und konfessionelle Tendenzen, die durch die Toleranz der badischen Kirchenunion 1821 versöhnt schienen.

 

 


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