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Politik zwischen posten und protestieren

Unsere gegen­wär­tige demo­kra­ti­sche Kultur erlebt erheb­li­che Veränderungen inner­halb kurzer Zeit. Konnten früher die durch freie Wahlen legi­ti­mier­ten Mandatsträger Macht auf Zeit ausüben, so drängen jetzt immer mehr Menschen nach direk­ter Partizipation. Zum einen wird poli­ti­sche Macht stark in Frage gestellt und durch die Öffent­lich­keit kon­trol­liert; dabei kommt den alten und den neuen Medien eine wach­sende Bedeutung zu. Zum anderen zeigen die öko­no­mi­schen Krisenphänomene, dass ein poli­ti­scher Primat gewähr­leis­tet bleiben muss. Inhaltlich werden die Diskursthemen immer kom­ple­xer und auch die Verfahrenswege erschei­nen unübersichtlich.

Wie verhält sich die par­la­men­ta­risch dele­gierte Demokratie zur öffent­lich aus­ge­üb­ten Beteiligungsdemokratie? Wie rea­giert man in den Kirchen auf die aktu­el­len Veränderungen in unserem Gemeinwesen, aber auch ange­sichts der euro­päi­schen Entwicklungen und den glo­ba­len Umbrüche wie etwa in den ara­bi­schen Staaten? Welche Grundlinien wären für zukünf­tige Entwicklungen als pro­tes­tan­ti­sche Positionen zu identifizieren?

Im 4. Peterskirchen-Dialog am 29. Oktober 2012, 18h dis­ku­tier­ten Dr. Günter Beckstein, Ministerpräsident a.D. und stell­ver­tre­ten­der Präses der Synode der EKD, mit Dr. Konstantin von Notz MdB (Grüne) und dem Beauftragten der evan­ge­li­schen Landeskirchen beim Stuttgarter Landtag Kirchenrat Volker Steinbrecher über die Zukunft unserer Demokratie. Die Moderation hat Lothar Bauerochse (Kirchenredaktion des HR).

Eine Veranstaltung der Ev. Universitätsgemeinde Heidelberg, der Theologischen Fakultät, der Evangelischen Akademie in Baden und des Theologischen Studienhauses Heidelberg.

 


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