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Verfügbarer Tod?

Peterskirchendialog am Dienstag, 21. Oktober 2014

Die Debatte über die Sterbehilfe hat in Deutschland erneut begon­nen. Anlass ist die Arbeit an einem neuen Gesetzesentwurf, der noch in diesem Jahr im Bundestag vor­ge­legt und ohne Fraktionszwang debat­tiert werden soll. Wird er die bis­he­ri­gen Regelungen weit­ge­hend bei­be­hal­ten oder unter bestimm­ten Bedingungen auch eine aktive Sterbehilfe ermög­li­chen, wie sie in anderen euro­päi­schen Ländern erlaubt ist?

Dabei liegen sehr grund­sätz­li­che Fragen auf dem Tisch, die wir dis­ku­tie­ren werden: Gelten Autonomie und Selbstbestimmung auch für das Lebensende? Wird der Tod dadurch ver­füg­bar und wenn ja, für wen? Für die Sterbenden oder für deren Angehörige oder für die Mediziner? Wird es einen Druck für Sterbende geben, anderen nicht mehr zur Last zu fallen? Muss jede schwere Krankheit ohne Aussicht auf Gesundung aus­ge­hal­ten werden? Wie ver­trägt sich das mit dem Glauben an Gott als dem Herrn über Leben und Tod? Dürfen Ärzte gemäß ihrer Standesethik über­haupt zu sterben helfen? Wie wünsche ich mir mein eigenes Sterben? Was ist vom christ­li­chen Glauben aus über das Sterben zu sagen?

Franz Muentefering beim Peterskirchendialog 2014

Franz Muentefering beim Peterskirchendialog 2014

Seit Beginn des Jahres waren es immer wieder ein­zelne Persönlichkeiten, die sich hierzu öffent­lich äußer­ten. Franz Müntefering hat, nicht zuletzt aus eigener Erfahrung, immer wieder auf die Hilfe beim Sterben Wert gelegt und den Formen aktiver Sterbehilfe ent­schie­den wider­spro­chen. Mit ihm dis­ku­tier­ten der Heidelberger Palliativmediziner Hubert Bardenheuer, die Theologin Heike Springhart und Hans Senn, der als erfah­re­ner Seelsorger die beson­dere Schweizer Situation schil­derte. Die Moderation über­nahm Teresa Henkel vom SWR.

Peterskirchendialog zum Thema Verfuegbarer Tod?

Peterskirchendialog zum Thema Verfuegbarer Tod?

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