Offene Kirche am 24. Mai 2020

Am 24. Mai, dem Sonntag vor Pfingsten, ist die Peterskirche von 10–12h geöff­net und lädt ein zur Erkundung, zum Hören auf Musik, zu Besinnung, Stille und Gebet.

Vier Stationen, die Osterkerze, die Taufstätte, die Gebetskapelle und das Osterkreuz im Chorraum sind vor­be­rei­tet.

Als Pfarrerin wirkt Dr. Katrin König (Morata-Haus Heidelberg) mit, Prof. Carsten Klomp über­nimmt die musi­ka­li­sche Gestaltung, Mathias Balzer Begrüßung und Ablauf.

Musiziert werden fol­gen­de Stücke:

Christian Heinrich Rinck (1770-1846)
Konzert F‑Dur
Allegro mode­ra­to — Adagio — Rondo: Allegretto  

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 — 1791)
Andante für eine Walze in eine kleine Orgel (KV 616)

César Franck (1822 — 1890)
„Cantabile“ aus den Trois Pièces 

Johann Gottfried Walther (1684 — 1748):
Concerto h‑moll nach Senor Meck
(Allegro) — (Adagio) — (Allegro)

sowie Wunschchoräle „nach Art des Hauses“ 

Offene Kirche am 17. Mai 2020

Am 17. Mai, dem Sonntag Rogate, ist die Peterskirche von 10–12h geöff­net und lädt ein zur Erkundung, zum Hören auf Musik, zu Besinnung, Stille und Gebet.

Vier Stationen, die Osterkerze, die Taufstätte, die Gebetskapelle und das Osterkreuz im Chorraum sind vor­be­rei­tet.

Als Pfarrerin wirkt Dr. Christine Wenona Hoffmann (Theologische Fakultät) mit, Dr. Paul Tarling über­nimmt die musi­ka­li­sche Gestaltung, Mathias Balzer Begrüßung und Ablauf.

Herzlich will­kom­men…

Im Gebet verbunden: Geistliche Impulse in Corona-Zeiten

frei­ste­hen­des Kreuz im Chorraum (2005)

Da gemein­sa­me öffent­li­che Gottesdienste derzeit nicht möglich sind, lädt die Kirche in unter­schied­li­chen Medien und Formaten zur Verbundenheit und zum Gebet.
Aus der Heidelberger Universitätsgemeinde bieten wir hier geist­li­che Impulse an zum Nachdenken und Mitbeten, zunächst bis zum 10. Mai 2020.
Mit dem 10. Mai begin­nen wieder geist­li­che Begegnungen im Kirchenraum: am 10., 17. und 24. Mai ist die Kirche 10–12h geöff­net, ab dem 31. Mai begin­nen sonn­tags um 10h Kurzgottesdienste.

10. Mai 2020, Sonntag Kantate:

Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder!“ (Ps 98,1)

Ja, wir erwar­ten deine Wunder, Gott, wir wollen sie und wir wollen Dir singen mit Herzen, Mund und Händen…

9. Mai 2020:

Immerfort

emp­fan­ge ich mich aus Deiner Hand

das ist meine Wahrheit und meine Freude.

Immerfort

blickt Dein Auge mich an,

und ich lebe aus diesem Blick, Du mein Schöpfer

und mein Heil.

Lehre mich

in der Stille

Deiner Gegenwart,

das Geheimnis zu ver­ste­hen dass ich bin

und das ich bin vor Dir und durch Dich und für Dich.

(Romano Guardini)

8. Mai 2020:

Vor 75 Jahren endete der 2. Weltkrieg in Europa. Endlich Frieden… Archivbilder, Dokumentationen stehen mir vor Augen, vor allem aber die Erzählungen meines Vaters, der 17-jährig Soldat wurde, drei Jahre in Russland war und jeden Versuch einer Verharmlosung oder gar Beschönigung im Keim erstick­te…

Herr Jesus Christus, du Friedefürst und Gerechter, du schenkst uns Frieden und Versöhnung. Lass uns immer neu zur Versöhnung bereit sein, zu Ausgleich und gerech­tem Miteinander, gerade hier und heute. Amen.

7. Mai 2020:

Wir beten Psalm 37, den Wochenpsalm zu Jubilate:

VON DAVID

Entrüste dich nicht über die Bösen,

sei nicht nei­disch auf die Übeltäter.

Denn wie das Gras werden sie bald ver­dor­ren,

und wie das grüne Kraut werden sie ver­wel­ken.

Hoffe auf den HERRN und tue Gutes,

bleibe im Lande und nähre dich redlich.

Habe deine Lust am HERRN;

der wird dir geben, was dein Herz wünscht.

Befiehl dem HERRN deine Wege

und hoffe auf ihn, er wird’s wohl­ma­chen

und wird deine Gerechtigkeit her­auf­füh­ren wie das Licht

und dein Recht wie den Mittag.

Sei stille dem HERRN und warte auf ihn.

Entrüste dich nicht über den, dem es gut geht, der seinen Mutwillen treibt.

Steh ab vom Zorn und lass den Grimm,

ent­rüs­te dich nicht, dass du nicht Unrecht tust.

Denn die Bösen werden aus­ge­rot­tet;

die aber des HERRN harren, werden das Land erben.

Noch eine kleine Zeit, so ist der Gottlose nicht mehr da;

und wenn du nach seiner Stätte siehst, ist er weg.

Aber die Elenden werden das Land erben

und ihre Freude haben an großem Frieden.


6. Mai 2020:

Blessing in the Chaos

To all that is chaotic
in you,
let there come silence.

Let there be
a calming
of the clamo­ring,
a stil­ling
of the voices that
have laid their claim
on you,
that have made their
home in you,

that go with you
even to the
holy places
but will not
let you rest,
will not let you
hear your life
with who­leness
or feel the grace
that fashio­ned you.

Let what dis­trac­ts you
cease.
Let what divides you
cease.
Let there come an end
to what dimi­nis­hes
and demeans,
and let depart
all that keeps you
in its cage.

Let there be
an opening
into the quiet
that lies beneath
the chaos,
where you find
the peace
you did not think
pos­si­ble
and see what shim­mers
within the storm.

(Jan Richardson)

Ein Segen in Zeiten des Chaos


Ich wünsche dir Ruhe für all das, was dich unruhig macht, Ruhe für dein inneres Chaos.

Mögen die lauten Stimmen, die dich in Beschlag nehmen, ver­stum­men,
jene Stimmen, die dich sogar im Gebet, in den Momenten innerer Einkehr beglei­ten und dich nicht zur Ruhe kommen lassen,
jene Stimmen, die dich nicht das Leben in seiner Fülle wahr­neh­men lassen und die Gnade, aus der heraus du geschaf­fen bist.
Möge das, was dich ablenkt, auf­hö­ren. Möge das, was dich inner­lich zer­reißt, enden. Möge das, was dich kleiner macht, was dich ernied­rigt, was dich gefan­gen hält, auf­hö­ren.
Ich wünsche dir, dass du die Ruhe findest, die es neben all dem Chaos gibt; dass du den Frieden findest, von dem du nicht dach­test, dass du ihn finden würdest. Ich wünsche dir, dass du das Licht wahr­nimmst, das auch im Sturm leuch­tet.

5. Mai 2020:

Jubilate! Lasst uns jubi­lie­ren, dass wir in einem Land leben dürfen, wo es reines Wasser, keinen Hunger, ein gutes Gesundheitssystem  und eine sach­li­che Politik gibt und wo kein Krieg herrscht! Wo wir ein­an­der  — zur Zeit ja leider nur im Geist ver­bun­den — den inneren Frieden wün­schen können, den uns Gott gewährt.

4. Mai 2020:

Das neue Wochenlied zu Jubilate:

1. Gott gab uns Atem, damit wir leben.
Er gab uns Augen, dass wir uns sehn.
Gott hat uns diese Erde gegeben,
dass wir auf ihr die Zeit bestehn.
Gott hat uns diese Erde gegeben,
daß wir auf ihr die Zeit bestehn.

2. Gott gab uns Ohren, damit wir hören.
Er gab uns Worte, dass wir ver­stehn.
Gott will nicht diese Erde zer­stö­ren.
Er schuf sie gut, er schuf sie schön.
Gott will nicht diese Erde zer­stö­ren.
Er schuf sie gut, er schuf sie schön.

3. Gott gab uns Hände, damit wir handeln.
Er gab uns Füße, dass wir fest stehn.
Gott will mit uns die Erde ver­wan­deln.
Wir können neu ins Leben gehn.
Gott will mit uns die Erde ver­wan­deln.
Wir können neu ins Leben gehn.

Text: Eckart Bücken 1982
Melodie: Fritz Baltruweit 1982

3. Mai 2020, Sonntag Jubilate:

Heute kommt der Online-Gottesdienst des Kirchenbezirks Heidelberg aus Wieblingen zum Thema: „In Gott leben, weben und sind wir“.

Begrüßung und Segen über­neh­men Pfarrerin Verena Schlarb aus der Kreuzgemeinde und Schulpfarrerin Petra Erl von der Thaddenschule. Liturgie und Trialog-Predigt halten die Pfarrerinnen Christiane Bindseil (Bonhoeffergemeinde) und Sibylle Baur-Kolster (Melanchthongemeinde) sowie Citykirchenpfarrer Vincenzo Petracca. Musik: Katharina Büttner und Johannes Balbach.

2. Mai 2020:

Gebet ersetzt keine Tat, aber es ist eine Tat, die durch nichts ersetzt werden kann.“ (Aus Iona)

1. Mai 2020:

Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen (BWV 988), die Aria mit 30 Variationen, schen­ken und brau­chen Zeit und Muße…
Carsten Klomp hat sie für Orgel ein­ge­rich­tet und musi­ziert.

30. April 2020:

Heute mit bibli­scher Ermunterung aus dem Hebräerbrief:

Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Geduld aber habt ihr nötig, auf dass ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene emp­fangt. Denn »nur noch eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und wird nicht lange aus­blei­ben. Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben. Wenn er aber zurück­weicht, hat meine Seele kein Gefallen an ihm«. 
Wir aber sind nicht solche, die zurück­wei­chen und ver­dammt werden, sondern solche, die glauben und die Seele erret­ten.“
(Hebr 10, 35–39)
Im grie­chi­schen Text wird anstel­le von „Vertrauen“ von „Freimut“ geschrie­ben: lasst uns frei­mü­tig bleiben, weil wir aus dem Glauben leben.

29. April 2020:

Der heu­ti­gen Herrnhuter Losung („Alles, was dir vor die Hände kommt, es zu tun mit deiner Kraft, das tu“ [Pred. 9,10]) wurde ein knappes Gebet von Martin Luther zuge­fügt:
„Herr, ich bin ein fauler Esel, darum komme ich zu dir, damit du mir hilfst und mein Herz anzün­dest.“ Darauf spre­chen alle Esel: Amen!

28. April 2020:

Das apos­to­li­sche Glaubensbekenntnis hat im Deutschen 103 Wörter. Das Wort genau in der Mitte (Nr.52) heißt: „auf­er­stan­den“…
Gott, du Auferwecker und Lebensspender, deine Zukunft für mich heißt Leben, unbe­droht, unzer­stör­bar, voll­endet und heil. Gib mir Kraft, jetzt auf­zu­ste­hen, zu leben, zu lieben, fröh­lich und achtsam und hilfs­be­reit. Amen.

27. April 2020:

In diesen Tagen lernen wir eine alte Tugend, die Demut, neu zu begrei­fen. Wir rea­li­sie­ren, dass wir nicht für alles einen Plan haben. Dinge ent­wi­ckeln sich anders als erwar­tet und uns wird klar, dass das Leben unver­füg­bar bleibt. Wir haben die Zukunft nicht in der Hand. Daran lässt sich nichts ändern. Man könnte den Mut ver­lie­ren.
Doch es liegt auch eine große Chance darin: Wir müssen nicht alles kon­trol­lie­ren, das über­for­dert uns ohnehin. Wir dürfen unsere Kräfte dafür ein­set­zen, zuver­sicht­lich und getrost dort neue Wege zu gehen, wo wir die Möglichkeit zu einer posi­ti­ven Veränderung sehen. Manchmal geht das nur in kleinen Schritten oder es ist mit Einschränkungen und Entbehrungen ver­bun­den. Doch langsam kann etwas Neues wachsen. Im Vertrauen darauf, dass unser Schicksal letzt­lich in Gottes Hand liegt, können wir so beten:
Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hin­zu­neh­men, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unter­schei­den. 

26. April 2020, der Sonntag vom „guten Hirten“:

Online-Gottesdienst des ev. Kirchenbezirks Heidelberg aus Schlierbach: mit Julia Nigmann, Jantine Nierop, Mirko Diepen, Andreas Hasenkamp, Michael Braatz-Tempel und Sebastian Hübner.

25. April 2020:

Das Wunder der Auferstehung Christi hebt die Vergötzung des Todes, wie sie unter uns herrscht, aus den Angeln. Wo der Tod das Letzte ist, dort ver­bin­det sich die Furcht vor ihm mit dem Trotz. Wo der Tod das Letzte ist, dort ist das irdi­sche Leben alles oder nichts. … 
Die Radikalität des Ja und des Nein zum irdi­schen Leben offen­bart, das nur der Tod etwas gilt. Alles erraf­fen oder Alles weg­wer­fen, das ist die Haltung dessen, der fana­tisch an den Tod glaubt. 
Wo aber erkannt wird, daß die Macht des Todes gebro­chen ist, wo das Wunder der Auferstehung und des neuen Lebens mitten in die Todeswelt hin­ein­leuch­tet, dort ver­langt man vom Leben keine Ewigkeiten, dort nimmt man vom Leben, was es gibt, nicht Alles oder Nichts, sondern Gutes und Böses, Wichtiges und Unwichtiges, Freude und Schmerz, dort hält man das Leben nicht krampf­haft fest, aber man wirft es auch nicht leicht­sin­nig fort, dort begnügt man sich mit der bemes­se­nen Zeit und spricht nicht irdi­schen Dingen Ewigkeit zu, dort läßt man dem Tod das begrenz­te Recht, was er noch hat.
Den neuen Menschen und die neue Welt aber erwar­tet man allein von jen­seits des Todes her, von der Macht, die den Tod über­wun­den hat. Der auf­er­stan­de­ne Christus trägt die neue Menschheit in sich, das letzte herr­li­che Ja Gottes zum neuen Menschen.“
(Dietrich Bonhoeffer: Ethik, DBW Band 6, S.78f)

24. April 2020:

In der Schar derer, die da feiern…“ (Ps 42,5):
Betende mit Psalm 42 rufen nach Gott und denken auch in Zeiten ohne fest­li­che Gottesdienste an Ihn und eigenes Gottesdienstfeiern in der kon­kre­ten Gemeinde wie in der zeit- und raum­über­grei­fen­den Schar der Feiernden… und machmal haben wir sie auch medial vor Augen…

23. April 2020:

Be still and know that I am God”

Meine Praktikumsmentorin hat mir damals dieses Banner zum Abschied geschenkt. Wir haben während meines Praktikumsjahres immer wieder davor gestan­den – v.a. nach langen und auf­wüh­len­den Tagen. „Be still and know that I am God.“ 
Ruhig werden, weil Gott da ist. Die Gedanken zur Ruhe kommen lassen. Die Last des Tages abgeben. Die Anspannung auf­ge­ben, mich bei Gott fallen lassen.
Inmitten meiner krei­sen­den Gedanken, meinem stän­di­gen Ausschauhalten nach neuen Informationen zum Virus, meinen Sorgen um Menschen, die mir lieb sind, hilft mir das bewuss­te Anschauen des Banners. Ich nehme mir eine Auszeit, atme durch und werde ruhig: „Be still and know that I am God.“

22. April 2020:

Ein kleines Kreuz in Stein, ober­halb eines Fensters: IC XC N K. Die Abkürzung für: Iesus Christos Nika, Jesus Christus siegt.
Österliche Zuversicht an der Hauswand… möge sie auch uns ver­wan­deln und durch uns die Welt…


21. April 2020:

Aus dem NT zur heu­ti­gen Herrnhuter Losung:

Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark! Alle eure Dinge lasst in der Liebe gesche­hen!“ (1 Kor 16,13f)

Zwei Bibelverse, 17 Wörter und welch eine Zusammenfassung des blei­bend Wichtigen und heute Notwendigen: Nüchterne Wachsamkeit, Gottvertrauen, Mut, Stärke, alles von der Liebe umgeben — und dies nicht in abs­trak­ten Begriffen, sondern als Tätigkeit for­mu­liert.
Eine Losung nicht nur für einen Tag…


20. April 2020, Semesterstart:

Heute beginnt das Sommersemester, Vorlesungen, Seminare starten — und alles wird anders als bisher gewohnt.
Vieles werde ich ver­mis­sen: zufäl­li­ge Begegnungen, anre­gen­de Gespräche, Austausch in Seminaren und auf den Fluren, Gottesdienste, die mich halten…
Vieles wird neu werden: e‑learning, Moodle und seine Möglichkeiten, aber auch die Konzentration auf die Sache ohne Ablenkung, auf eine unge­wohn­te Fragestellungen, ein unge­lös­tes wis­sen­schaft­li­ches Problem…

Gott, du lässt das Alte ver­ge­hen und Neues ent­ste­hen. Lass uns die große Osterbotschaft auch im Kleinen ent­de­cken. Wecke Neugier und Begeisterung, Freude an der Wahrheitssuche und an Dir. Amen.


19. April 2020, Sonntag nach Ostern:

So sicher wie das Amen in der Kirche?“ — eine Leseandacht von Christian Friedrich

18. April 2020:

Nun aber ist Christus von den Toten auf­er­weckt worden als der Erste der Entschlafenen. Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekom­men ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten. Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle leben­dig gemacht werden. Es gibt aber eine bestimm­te Reihenfolge: Erster ist Christus; dann folgen, wenn Christus kommt, alle, die zu ihm gehören. Danach kommt das Ende, wenn er jede Macht, Gewalt und Kraft ver­nich­tet hat und seine Herrschaft Gott, dem Vater, über­gibt. Denn er muss herr­schen, bis Gott ihm alle Feinde unter die Füße gelegt hat. Der letzte Feind, der ent­mach­tet wird, ist der Tod.“ (1 Kor 15,20–26)

Diese bibli­sche Hoffnung inspi­rier­te Johannes Schreiter zu dem „Auferstehungsfenster“: neues Leben aus dem Grab und aus den Gräbern dieser Welt — Gott ent­mach­tet den Tod, zuletzt, aber gewiss.


Auferstehungsfenster (Johannes Schreiter, 2006, Foto: R. Deckers-Matzko)

17. April 2020:

Gott schenke dir Licht, damit dein Leben hell wird.
Gott schenke dir Licht, damit du für andere leuch­test.
Gott schenke dir Hände, die andere trösten.
Gott reiche dir seine Hand, damit du nie allein bist.
Amen.
So segne und behüte euch der all­mäch­ti­ge Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

(aus der Jugendkirche Hamm)

16. April 2020:

Show me your face
Fill up this space
My world needs you right now
My world needs you right now
I can’t escape
Being afraid
Fill me with you right now
My world needs you right now

Fix what I see
And God please fix me
My world needs you right now
Let us see you right now

(Worte aus dem Gospel „My World Needs You“ von Kirk Franklin)

Gott, ich brauche dich.
Ich brauche es, dass du mich spüren lässt, dass du da bist — gerade jetzt.
Gott, fülle die Leere in mir. Sei mir nahe, weil ich Angst habe.
Gib uns Hoffnung, dass die Situation wieder besser wird.
Gott, wir brau­chen dich. Amen.

15. April 2020:

Wir wollen alle fröh­lich sein in dieser öster­li­chen Zeit, denn unser Heil hat Gott bereit‘. Halleluja, hal­le­lu­ja, hal­le­lu­ja, hal­le­lu­ja, gelobt sei Christus, Marien Sohn.“ (Ev. Gesangbuch Nr. 100)

Von den haupt­amt­li­chen Posaunenwart*innen in Deutschland unter Corona-Bedingungen wun­der­bar musi­ziert!

14. April 2020:

Lebendiger Gott, wir preisen dich.
Du bist der Morgen und der Abend,
der Anfang und das Ende der Zeit.
Von dir kommt alles, was geschieht.
Leite uns mit deiner Lebenskraft
durch die dunklen Zeiten.
Halte unsere Hoffnung wach.
Stärke unser Vertrauen und unsere Liebe,
unser Mitgefühl und unsere Geduld.
Wir rechnen mit Dir.
Du bist das Leben.
Heute und morgen und in Ewigkeit.
Amen.

13. April 2020, Ostermontag:

Rühre mich nicht an“: Gedanken und Gestaltung mit dem Ostergemälde von Hans Thoma

12. April 2020, Ostersonntag:

Zum Ostersonntag ein Podcast aus ESG und Universitätsgemeinde:

Der HERR ist auf­er­stan­den — er ist wahr­haf­tig auf­er­stan­den — Halleluja!

11. April 2020, Karsamstag:

Karsamstag 2020 — eine Leseandacht von Peter Lampe.

Wenn unsere Tage ver­dun­kelt sind und unsere Nächte fins­te­rer als tausend Mitternächte, so wollen wir stets daran denken, dass es in der Welt eine große, seg­nen­de Kraft gibt, die Gott heißt. Gott kann Wege aus der Ausweglosigkeit weisen. Er will das dunkle Gestern in ein helles Morgen ver­wan­deln — zuletzt in den leuch­ten­den Morgen der Ewigkeit.“
(Martin Luther King)

10. April 2020, Karfreitag:

Gekrönt“ — Gedanken zur Passion von Christian Friedrich, Wiss. Mitarbeiter an der Theol. Fakultät und Mitglied des Kapitels.

Zum Karfreitag musi­ziert unser Organist, KMD Prof. Carsten Klomp, den „Kreuzweg“ von Marcel Dupré.

9. April 2020:

Heute vor 75 Jahren wurde Dietrich Bonhoeffer von den Nationalsozialisten hin­ge­rich­tet. Eines seiner Gedichte aus der Haft heißt „Christen und Heiden“, geschrie­ben im Juli 1944:

Menschen gehen zu Gott in ihrer Not,
flehen um Hilfe, bitten um Glück und Brot
um Errettung aus Krankheit, Schuld und Tod.
So tun sie alle, alle, Christen und Heiden.

Menschen gehen zu Gott in Seiner Not,
finden ihn arm, geschmäht, ohne Obdach und Brot,
sehn ihn ver­schlun­gen von Sünde, Schwachheit und Tod.
Christen stehen bei Gott in Seinen Leiden.

Gott geht zu allen Menschen in ihrer Not,
sättigt den Leib und die Seele mit Seinem Brot,
stirbt für Christen und Heiden den Kreuzestod,
und vergibt ihnen beiden.


8. April 2020:

Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christ erfül­len. (Gal 6,2)

Gerade in dieser Zeit merke ich, dass es nicht möglich ist, allein mit sich selber fertig zu werden. Ich brauche die Rücksicht der anderen, um zu über­le­ben. Wir sind zutiefst auf­ein­an­der ange­wie­sen. In der gegen­wär­ti­gen Krise liegt auch die Chance, dass diese Einsicht wieder stärker in unser Bewusstsein rückt und im Nachhinein noch weiter wirkt.
Gott, lass uns erfah­ren, welches Potenzial darin liegt, nicht nur auf das eigene Wohl zu sehen, sondern das Wohl der Gemeinschaft, in der wir leben, in den Blick zu nehmen. Stärke in uns  die Bereitschaft, die Lasten der anderen mit­zu­tra­gen. Lass das Vertrauen wachsen, dass dies auch über die Zeit der Corona-Krise hinaus lang­fris­tig zu einem guten Miteinander führt. Amen.


7. April 2020:

Die Geschichte zum heu­ti­gen Lehrtext der Herrnhuter Losung:

35 Und am Abend des­sel­ben Tages sprach er zu ihnen: Lasst uns ans andre Ufer fahren.

36 Und sie ließen das Volk gehen und nahmen ihn mit, wie er im Boot war, und es waren noch andere Boote bei ihm.

37 Und es erhob sich ein großer Windwirbel, und die Wellen schlu­gen in das Boot, sodass das Boot schon voll wurde.

38 Und er war hinten im Boot und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und spra­chen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkom­men?

39 Und er stand auf und bedroh­te den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig! Verstumme! Und der Wind legte sich und es ward eine große Stille.

40 Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so furcht­sam? Habt ihr noch keinen Glauben?

41 Und sie fürch­te­ten sich sehr und spra­chen unter­ein­an­der: Wer ist der, dass ihm Wind und Meer gehor­sam sind! (Mk 4,35–41; Lehrtext ist V.40!)


6. April 2020:

Am Beginn der Karwoche stimme ich ein in eines der ältes­ten Christuslieder:

Er, Jesus Christus, der in gött­li­cher Gestalt war,
hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein,
sondern ent­äu­ßer­te sich selbst
und nahm Knechtsgestalt an,
ward den Menschen gleich
und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.
Er ernied­rig­te sich selbst
und ward gehor­sam bis zum Tode,
ja zum Tode am Kreuz.
Darum hat ihn auch Gott erhöht
und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist,
dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie,
die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind,
und alle Zungen beken­nen sollen,
dass Jesus Christus der Herr ist,
zur Ehre Gottes, des Vaters. (Phil 2,6–11)

Ja, Christus, du bist der Herr,
im Leben und im Sterben und darüber hinaus.
Erbarme dich über uns. Amen.

5. April 2020, Palmsonntag:

Palmsonntag 2020: eine Leseandacht von Angela Rinn, Privatdozentin für Praktische Theologie an unserer Universität und Professorin für Seelsorge am Predigerseminar Herborn

4. April 2020:

Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet. Ihr werdet’s sehen und euer Herz wird sich freuen. Dann wird man erken­nen die Hand des HERRN an seinen Mägden und Knechten. (Jes 66,13f.)

Herr, danke für die Hoffnung, die ich in dir habe!
Wie trost­los wäre das, was gerade geschieht, ohne deine Gegenwart. Aber weil ich sicher bin, dass du keinen Sicherheitsabstand hältst, sondern mir in jeder Lebenslage deine Hand reichst, bin ich nicht ohne Trost – traurig über die Kranken, die Toten, die Uneinsichtigen und mit den beson­ders Leidenden, aber getrös­tet.
Danke für deinen Beistand in der Traurigkeit und für die Hoffnung auf kom­men­de Freude.
Amen.

3. April 2020:

Das ist der Grund, weshalb wir den Mut nicht sinken lassen. Unsere mensch­li­chen Kräfte werden zwar auf­ge­zehrt. Aber inner­lich bekom­men wir Tag für Tag neue Kraft. Denn die Not, die wir gegen­wär­tig leiden, wiegt leicht. Doch sie bringt uns eine Fülle an Herrlichkeit, die jedes Maß über­steigt und kein Ende hat.
Wir dürfen unseren Blick aller­dings nicht nur auf das Sichtbare richten, sondern auf das Unsichtbare. Denn das Sichtbare ist ver­gäng­lich, das Unsichtbare dagegen ist unver­gäng­lich. (2 Kor 4,16–18)

Gott, ich möchte so wie der Apostel Paulus bei aller Not, der die Welt gerade aus­ge­setzt ist, den Mut nicht sinken lassen. Mögen Finsternis wie sie links im Bild ange­deu­tet ist, uns bedrän­gen oder Blutvergießen wie auf der linken Bildhälfte. Mögen auch unsere mensch­li­chen Kräfte auf­ge­zehrt werden wie die unserer Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und Politiker – so schenke inner­lich Tag für Tag neue Kraft.
Wie sehen täglich die Zahlen der neu Infizierten und Verstorbenen. Aber die Not, die wir täglich leiden oder mit ansehen müssen, bringt uns auch eine unge­ahn­te Fülle an Menschlichkeit, Demut und Dankbarkeit für den enormen Einsatz aller Beteiligten in der Medizin, der Pflege, in der Politik, in der Nachbarschaft, in der Familie. Das ist nicht immer sicht­bar, aber wir spüren es. Dafür danken wir dir von Herzen. Lass uns wei­ter­hin unseren Blick nicht nur auf das Sichtbare richten, sondern auf das Unsichtbare. Amen.

2. April 2020:

Wir beten Davids Morgengebet in schwe­rer Zeit:

Ach, HERR, wie sind meiner Feinde so viel
und erheben sich so viele wider mich!
Viele sagen von mir:
Er hat keine Hilfe bei Gott.
Aber du, HERR, bist der Schild für mich,
du bist meine Ehre und hebst mein Haupt empor.
Ich rufe mit meiner Stimme zum HERRN,
so erhört er mich von seinem hei­li­gen Berge.
Ich liege und schlafe und erwache;
denn der HERR hält mich.
Ich fürchte mich nicht vor vielen Tausenden,
die sich ringsum wider mich legen.
Auf, HERR, und hilf mir, mein Gott!
Denn du schlägst alle meine Feinde auf die Backe und zer­schmet­terst der Frevler Zähne.
Bei dem HERRN findet man Hilfe.
Dein Segen komme über dein Volk!
(Ps 3)


1. April 2020:

Prüft alles – das Gute behal­tet. (1 Thess 5,21)

Herr, bitte hilf uns im Umgang mit dieser Situation. So viele Expertinnen, Politiker und Kommentatorinnen melden sich zu Wort, schät­zen die Coronakrise mit­un­ter ganz ver­schie­den ein und wollen schnell – viel­leicht zu schnell – ein Ende der Maßnahmen. Was sollen wir tun? Welcher Weg ist für uns als Gesellschaft richtig? Wir brau­chen Besonnenheit und Weisheit.
Bitte stelle uns Menschen zur Seite, die uns helfen und Orientierung geben können.
Bitte schenke uns Weisheit und Mut zum rich­ti­gen Handeln. Lass uns unsere Verantwortung für­ein­an­der sehen und uns gegen­sei­tig unter­stüt­zen.
Bitte schenke uns Geduld und Ausdauer, um die Ausnahmesituation auch über einen län­ge­ren Zeitraum durch­zu­ste­hen. Und bitte schenke uns Aufmerksamkeit für die posi­ti­ven Dinge, über die wir auch jetzt dankbar und froh sein können.
Amen.

31. März 2020:

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. Denn er erret­tet dich vom Strick des Jägers und von der ver­derb­li­chen Pest. Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln. (Ps 91,1–4)

Zuversicht haben wir gerade jetzt in einer Zeit großer Unsicherheit nötig. Gott sagt uns seinen Schutz zu. Wir haben in Ihm einen siche­ren Ort, an dem wir Zuflucht und Geborgenheit finden. Äußere Umstände, mögen sie auch noch so widrig sein, können uns letzt­lich nichts anhaben. Ich möchte mich Gott anver­trau­en und glauben, dass auch die Dinge, die ich aktuell nicht ver­ste­he und die mir sinnlos erschei­nen, bei ihm auf­ge­ho­ben sind.
Gott, stärke in mir das Vertrauen in Deine Größe und Macht. Lass den Glauben wachsen, dass Du uns gerade jetzt überall auf der Welt beschützt. Sei beson­ders für Menschen eine Zuflucht, die per­sön­lich durch eine sehr schwere Zeit gehen. Amen.


30. März 2020:

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich ver­zei­he, wo man belei­digt;
dass ich ver­bin­de, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht ent­zün­de, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.
(Franz von Assisi zuge­schrie­ben) 


Gott, in dieser Zeit, in der wir weniger als sonst Menschen außer­halb der Familie und engsten Angehörigen begeg­nen können und uns die Hände stärker als sonst gebun­den schei­nen, in deiner Schöpfung tätig zu werden, müssen wir dich umso mehr im Kleinen finden. Im trös­ten­den Wort für ein Familienmitglied, im Lied, das man gemein­sam musi­ziert, in dem Anruf eines Freundes aus weiter Ferne oder einer lang ver­ges­se­nen Freundin. Lass uns viel­fäl­ti­ge Wege sehen, wie wir uns als Tröster und Lichtbringer zeigen können, öffne uns die Augen für die kleinen Dinge, die den Frühling in unsere Häuser, Wohnungen und in unsere Gemeinschaft tragen. Schenke uns das Vertrauen und die Kraft, Werkzeuge deines Friedens zu sein. Amen.

29. März 2020, Sonntag Judika:

Zum Sonntag grüßen wir mit einer Videobotschaft aus der Peterskirche: Der Herr ist mein Hirte…

28. März 2020:

Wir beten mit Israel voll Vertrauen:

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum fri­schen Wasser.
Er erqui­cket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wan­der­te im fins­tern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du berei­test vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl
und schen­kest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Haus des Herrn immer­dar.
(Ps 23)

27. März 2020:

Wenn ich mich fürchte, so hoffe ich auf dich…“ (Ps 56,4)

Die Bilder, die ich jeden Tag in den Nachrichten sehe, ent­set­zen mich. Die Zahlen und Hochrechnungen, die ich jeden Tag in den Zeitungen lese, machen mir Angst. Ich mache mir Sorgen um Menschen, die mir nahe­ste­hen, und frage mich, was noch alles auf uns zukommt.
Gott, hilf mir in diesen schwe­ren Tagen auf dich zu hoffen. Lass mich nicht in meiner Furcht ver­sin­ken, sondern erin­ne­re mich an deine Gegenwart. Gott, lass mich auf dich hoffen, auch wenn mir die Zuversicht gerade nicht leicht fällt. Bleib bei mir und stärke mich, so dass ich sagen kann: Auch und gerade wenn ich mich fürchte, so hoffe ich auf dich. Amen.


26. März 2020:

Wir beten mit Israel zu dem Einen Gott:

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom HERRN,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen,
und der dich behütet, schläft nicht.
Siehe, der Hüter Israels
schläft und schlum­mert nicht.
Der HERR behütet dich;
der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand,
dass dich des Tages die Sonne nicht steche
noch der Mond des Nachts.
Der HERR behüte dich vor allem Übel,
er behüte deine Seele.
Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang
von nun an bis in Ewigkeit!
(Ps 121)

25. März 2020:

Alle eure Sorge werft auf IHN, denn er sorgt für euch.“ (1 Petr 5,7)

In diesen Tagen machen sich viele Menschen Sorgen: um ihre Gesundheit und die ihrer Angehörigen und Freunde, um ihren Arbeitsplatz und ihr finan­zi­el­les Auskommen. Diese Sorgen sind ver­ständ­lich und berech­tigt. Und Gott kennt unsere Not. Ihm kann ich meine Sorgen anver­trau­en.
Herr, mache uns gewiss, dass wir bei der Bewältigung der gegen­wär­ti­gen Krise nicht allein auf uns selbst gestellt sind, sondern uns darauf ver­las­sen können, dass du dich unserer Nöte und Sorgen annimmst. Lass uns aus dieser Gewissheit die Kraft wachsen, in unserem Alltag das Nötige zu tun oder auch zu lassen und uns gegen­sei­tig zu unter­stüt­zen. Amen.


24. März 2020:

Ich glaube, hilf meinem Unglauben…“ (Mk 9,24)

Gott, in tiefs­ter Not ruft da ein wegen seines kranken Sohnes ver­zwei­fel­ter Vater dich an. Und ihm wird von Stund‘ an gehol­fen!
Heute wende ich mich an dich so wie er. Ich fühle mich ohn­mäch­tig bei all dem welt­wei­ten Leid, dem Leid in unserem Land und dem viel­leicht noch viel grö­ße­ren, das uns bevor­steht. Ich möchte glauben wie jener ver­zwei­fel­te Vater! Hilf meinem Unglauben, nimm mir die Furcht. Ich möchte nicht in eine Depression ver­fal­len, sondern deinen Zuspruch wei­ter­ge­ben. Mit Ernst und auch mit einem Lächeln.  Schenke mir und allen medi­zi­nisch und poli­tisch Verantwortlichen Zuversicht, Gelassenheit und kluges Handeln.
Gott, ich möchte mich auf dich ver­las­sen, dann fühle ich mich beschützt. Erhalte mir Zuversicht und Humor trotz aller Schreckensmeldungen, die immer näher rücken. Amen.


23. März 2020:

Ich bin gewiss …“ (Röm 8,38f)

Herr, danke, dass ich im Gebet zu dir kommen kann. Danke, dass du hörst und hilfst.
Viele Fragen beschäf­ti­gen mich: Wie lange wird diese Ausnahmesituation dauern? Bleiben meine Lieben gesund? Bleibe ich gesund? Du siehst meine Ratlosigkeit und Ungewissheit…
Danke, dass du mich darin nicht alleine lässt, sondern mir nahe kommst. Danke, dass deine Gegenwart tröstet, Gemeinschaft stiftet und froh macht.
Danke, dass ich zuver­sicht­lich beten kann: »Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgend­ei­ne andere Kreatur, weder Krankheit noch Isolation mich trennen kann von deiner Liebe in Jesus Christus, unserem Herrn. Amen.«

22. März 2020, Sonntag Lätare:

Am Sonntag Lätare steht inmit­ten der Passionszeit bereits die Freude im Mittelpunkt, Freude in bedräng­ter Zeit.
An diesem Tag denken wir auch an Rudolf Bohren, den bedeu­ten­den Predigtlehrer, der vor 100 Jahren geboren wurde. Das Symposium zu seinen Ehren musste abge­sagt werden, aber die unge­hal­te­ne Predigt von Christian Möller kann man hier lesen — eine Trost- und Trotzpredigt!

21. März 2020:

Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft voll­endet sich in der Schwachheit.“ (2 Kor 12,9)

Herr, ich sehe die mensch­li­che Schwäche, Unsicherheit und Machtlosigkeit; meine eigene und die unserer ganzen Gesellschaft. Wir sind in der Krise.
Herr, ich ver­traue auf deine Kraft. Ich ver­traue darauf, dass du Mittel und Wege findest, uns nahe zu kommen. Deine Gnade lässt sich nicht iso­lie­ren, nicht unter Quarantäne stellen. Du wirkst auch in der Krise.
Herr, hilf mir, genüg­sam zu werden. Hilf mir, trotz aller Einschränkungen zu sehen, wie gnädig du bist: Du lässt mich nicht allein, du bist da. Amen.

20. März 2020:

Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark.“ (2 Kor 12,10)

Herr, erbarme dich — Christus, erbarme dich — Herr, erbarme dich

Christus, komm und segne uns.

19. März 2020:

Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte gewinnt.“ (Spr 16,32)

Gott, es fällt mir schwer, auf das zu ver­zich­ten, was mir eigent­lich gut tut: Freunde und Familie zu treffen, den Frühling im Lieblingscafé zu genie­ßen, in die Kirche zu gehen, unter­wegs zu sein. 
Und trotz­dem weiß ich, dass der Verzicht darauf nötig ist, um uns alle zu schüt­zen.
Gott, hilf mir in meiner Selbstbeherrschung, um andere und mich nicht zu gefähr­den. 
Gib mir Geduld in diesen Tagen, in denen ich ver­un­si­chert bin und mich oft einsam fühle. Lass mich andere Wege finden, um mein Bedürfnis nach Nähe zu stillen, auch wenn ich die Menschen, die mir wichtig sind, nicht sehen kann.
Gott, ich ver­traue darauf, dass du uns auch in dieser Zeit nahe bist.
Amen.

18. März 2020:

Seid fröh­lich in Hoffnung, gedul­dig in Trübsal, beharr­lich im Gebet.“ (Röm 12,12)

Gott, die Fröhlichkeit kommt uns abhan­den,
Geduld ist schwer, Beharrlichkeit auch.
Jesus Christus, Menschenbruder, sei bei uns in schwe­ren Zeiten.
Heiliger Geist, erfülle uns neu mit Leben und Zuversicht.
Du, Heiliger — Vater, Sohn und Geist — bist unser Gott und wir sind dein. Amen.

Jantine Nierop als neue Hochschulpfarrerin eingeführt

Einführungsgottesdienst von Hochschulpfarrerin Jantine Nierop

Mit einer großen Gemeinde wurde am 27. Oktober 2019 PD Dr. Jantine Nierop als neue Hochschulpfarrerin ein­ge­führt. Dekan Dr. Christof Ellsiepen, Pfarrer Gregor Bergdolt (EOK) und die Mitglieder des ESG Gemeinderats, des Kapitels und des Predigerkonvents wirkten mit. In ihrer Predigt legt Jantine Nierop die Heilungsgeschichte aus Joh 5 aus und zeigte deren über­ra­schen­de Fragen. (Hier geht es zur Predigt!)

Für fest­li­che und schwung­vol­le Musik sorgten KMD Prof. Carsten Klomp (Orgel), der Chor der ESG unter der Leitung von Xaver Detzel und die ESG Big Band unter der Leitung von Carolin Nelson.

Dekan Prof. Dr. Matthias Konradt

In den Grußworten der Theologischen Fakultät, der Hochschule für Kirchenmusik, der Katholischen Hochschulgemeinde und von ESG und Kapitel wurde die neue Pfarrerin herz­lich will­kom­men gehei­ßen: wir freuen uns auf die nächs­ten gemein­sa­men Jahre!

Lorenz Nachreiner über­bringt die Grüße von ESG und Kapitel
Der kom­mis­sa­ri­sche Vorsitzende des Kapitels, Prof. Manfred Oeming, beglück­wünscht

Semestereröffnungsgottesdienst am 20.10.19 mit EKD Vizepräsident Thies Gundlach

Dr. Thies Gundlach, Vizepräsident der Evangelischen Kirche in Deutschland pre­dig­te im Semestereröffnungsgottesdienst am 20. Oktober 2019 in der Peterskirche.


Eine große Gemeinde feierte einen fest­li­chen und fröh­li­chen Abendmahlsgottesdienst. KMD Prof. Carsten Klomp (Orgel) und der Freiburger Trompeter Rudolf Mahni musi­zier­ten Werke aus Barock, Romantik und Jazz, Helmut Schwier war Liturg, Engagierte aus ESG und Universitätsgemeinde wirkten beim Abendmahl mit.

Vor dem Gottesdienst in der Sakristei

In der Predigt ent­fal­te­te Vizepräsident Gundlach die Bedeutung des Glaubens im heu­ti­gen Alltag. „Absichtslos und fol­gen­reich“ ist der Glaube.

Beim anschlie­ßen­den Kirchkaffee war viel Raum für Begegnung und Geselligkeit — gerade auch für die­je­ni­gen, die neu in Heidelberg sind.

8. Summer School Musik und Religion: „Klangraum — Raumklang“

Zum 8. Mal findet die Summer School der Hochschule für Kirchenmusik in Kooperation mit der theo­lo­gi­schen Fakultät und dem musik­wis­sen­schaft­li­chen Seminar der Heidelberger Universität durch­ge­führ­te Veranstaltungsreihe zu Musik und Religion statt und das erst­ma­lig in einem sehr kom­pri­mier­ten Format. An einem ein­zi­gen Wochenende können Sie diesmal eine Fülle von Konzerten erleben und inter­es­san­te Vorträge besu­chen.

»Klangraum – Raumklang« — das ist diesmal unser Thema. Virtuell über­wölbt wird die Summer School dabei vom großen Klangraum der h‑Moll-Messe von Johann Sebastian Bach, deren ein­zel­ne Sätze an jeweils einem Veranstaltungstag erklin­gen werden. Kernstück des Ganzen ist die Konzertnacht am 29. 6. In einer abwechs­lungs­rei­chen Folge ganz unge­wöhn­li­cher Konzerte wird die Peterskirche zu einem wahr­lich »uner­hör­ten« Klangraum. Erleben Sie die unwi­der­steh­li­che Wucht des Bach’schen Credo, das 40stimmige »Spem in alium« von Thomas Tallis, welches den gesam­ten Kirchenraum in Klang taucht, die chan­gie­ren­den Klangflächen in »Immortal Bach« von Knut Nystedt, zwei Orgeln »im Dialog« oder die mul­ti­me­dia­le Aufführung der »Canti di Ungaretti« des Berliner Komponisten Helmut Barbe, in dessen Verlauf Vivaldis »Le quattro sta­gio­ni« ein­ge­bet­tet sind. Hierbei kann man außer­dem auf die tän­ze­ri­sche Umsetzung durch die Ballettwekstatt Heidelberg gespannt sein. Mit den Klängen von Chopins »Nocturnes« und
Gregorianischem Gesang klingt am späten Abend die Konzertnacht medi­ta­tiv aus.

Verabschiedung von Prof. Bernd Stegmann als Rektor der HfK

Weitere Infos unter: www.uni-heidelberg.de/termine/spiritus_musicae_2019.html

Akademische Mittagspause im SoSe 2019: „Recht verstehen, Recht gestalten“

Juristische Fakultät der Universität Heidelberg lädt zu Kurzvorträgen in die Peterskirche ein

Unter dem Motto „Recht ver­ste­hen, Recht gestal­ten“ lädt die Juristische Fakultät der Universität Heidelberg im Sommersemester 2019 zur „Akademischen Mittagspause“ ein. Vom 24. April bis 26. Juli beschäf­ti­gen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fakultät sowie wei­te­rer Forschungseinrichtungen in täg­li­chen Kurzvorträgen mit Herausforderungen des juris­ti­schen Denkens in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Das Spektrum der Vorträge reicht von der Weimarer Verfassung über 70 Jahre Grundgesetz bis hin zu der Frage, wie Recht die Arbeitswelt prägt. Thematisiert werden auch aktu­el­le Aspekte des Strafrechts und der Digitalisierung. Die Veranstaltungen finden montags bis frei­tags (außer fei­er­tags) von 13.00 Uhr bis 13.30 Uhr in der Heidelberger Peterskirche, Plöck 70, statt.

Weitere Informationen finden Sie hier!

Neue Abendmahlsteller und ‑kelche eingeweiht

Am 1. Advent 2018 wurden zwei neue Abendmahlsteller (Patenen) und ‑kelche ein­ge­weiht und von der großen Abendmahlsgemeinde feiernd in Gebrauch genom­men. Sie wurden ent­wor­fen, gestal­tet und aus­ge­führt von Mathias Heck, Silberschmied aus Chemnitz. Er hatte den von der Universitätsgemeinde aus­ge­schrie­be­nen Künstlerwettbewerb gewon­nen und zum 1. Advent die Patenen und Kelche per­sön­lich nach Heidelberg gebracht.

Schon in der Predigt inter­pre­tier­te Helmut Schwier die Gestaltung als Spannung zwi­schen Alltagswirklichkeit samt ihrer Brüche und Abgründe und der advent­li­chen Erwartung von Gottes Kommen.

Mathias Heck erläu­ter­te nach dem Gottesdienst den künst­le­ri­schen Prozess von Entwurf und Herstellung.

Kelche und Teller wurden aus­schließ­lich aus Spenden finan­ziert. Ein großer Dank allen Spenderinnen und Spendern!

 

Semestereröffnungsgottesdienst am 21.10.18 mit dem EKD-Ratsvorsitzenden H. Bedford-Strohm

Im Eröffnungsgottesdienst des Wintersemesters am 21.10.18 pre­dig­te der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, in der Peterskirche. Die Predigt finden Sie hier!

 

Vor dem Eröffnungsgottesdienst

Beim Einzug: Hochschulpfarrer Ulrichs mit der Altarbibel

Herzlich will­kom­men in der Peterskirche

Ein kraft­vol­ler und bele­ben­der Gottesdienst mit Einzug zu Carsten Klomps Toccata festiva, musi­ziert von UniBrass, dem Blechbläserensemble des Collegium Musicum (Leitung: UMD Michael Sekulla) in eine bis auf den letzten Platz gefüll­te Peterskirche!

UniBrass und Carsten Klomp musi­zie­ren die Toccata festiva

Semestewreröffnungsgottesdienst am 21.10.18

Landesbischof Bedford-Strohm predigt

Mit großer Gemeinde wurde Abendmahl gefei­ert, alte und neue Lieder gesun­gen… Die Schlussmusik (ein Doppelchor für Bläser von Giovanni Gabrieli) war so begeis­ternd, dass niemand gehen wollte. Alle blicken begeis­tert zur Empore und lausch­ten UniBrass.

Begeistertes Staunen über die wun­der­vol­le Schlussmusik des Collegium Musicum

Festliche Bläsermusik von G. Gabrieli

Nach dem Gottesdienst war viel Raum für Geselligkeit und Gespräche. Die Fachschaft der theo­lo­gi­schen Fakultät hatte den Empfang zusam­men mit der ESG vor­be­rei­tet.

UniBrass mit UMD Michael Sekulla

Ein wun­der­ba­rer Semesterstart!

 

 

 

Predigten zum Hören

Schrittweise werden hier Predigten zum Hören, also als Audiodateien, zur Verfügung gestellt. Da zur Zeit die tech­ni­schen Herausforderungen noch nicht alle gelöst werden konnten, geschieht dies bisher nur unre­gel­mä­ßig.

Anglistenchor im Gottesdienst am 15.7.18

AUDIODATEI: „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“: Bachmotette (BWV 226) und Predigt vom 15.7.2018 (Anglistenchor Heidelberg, Ltg.: Jan Wilke, und Prof. Dr. Helmut Schwier, Predigt)

 

 

 


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