KulturSpur – "Tag des offenen Denkmals" am 11. September

- 17.09.2022 - 

Eine Rückschau

KulturSpur – Ein Fall für den Denkmalschutz, dieses Motto für den Tag des Offenen Denkmals® am 11.09.2022, war für uns, die Gruppe der Offenen Peterskirche, Anlass, sich auf die Spuren der Gelehrten Olympia Fulvia Morata zu begeben, die im Alter von nur 29 Jahren in Heidelberg verstorben war und unter der Peterskirche begraben liegt, woran die an einer Wand der Universitätskapelle befestigte steinerne Tafel (Epitaph) mit lateinischer Inschrift erinnert. Im sehr anschaulichen Vortrag von Frau Dr. Susanne Himmelheber erfuhr die zahlreich erschienene interessierte Zuhörer*innenschaft durch Verlesen ihrer  Briefe, Gedichte und Epigramme (Dr. Gabriele Soyka) wie sich das kurze Leben dieser jungen, wissbegierigen, hochintelligenten Frau in den Jahren von 1526 bis 1555, bestimmt durch Kriegs-, Flucht- und Hungerzeiten, mühsam gestaltet hatte.
 
Am Beginn des Programms, das sich die Verantwortlichen für den Tag ausgedacht hatten, stand jedoch ein Vortrag, der von Frau Dr. Renate Marzolff in bildreicher Sprache unter Verwendung von Zeichnungen und alten Fotografien von der Peterskirche sehr anschaulich über
Entstehung und Bau der Universitätskirche Peterskirche gehalten wurde, musikalisch ergänzt mit Musik von G. B. Pergolesi (1710–1736) als Duett für Sopran und Alt aus dem „Stabat Mater“ (Karoline Thomas und Dr. Gabriele Soyka mit Johanna Haywood an der Orgel).
 
Die Musik spielte auch weiterhin eine wichtige Rolle im Ablauf des Nachmittages, als ein Bindeglied zwischen den folgenden Wortbeiträgen und der farbigen PPP-Präsentation über die Glaskunst und ihre Bedeutung, "Von den Wortfenstern zu den Fensterworten“, geschaffen durch den noch lebenden Künstler Johannes Schreiter, und lebhaft vermittelt von Frau Dr. Gudrun Wollmann.
 
Das Quartett des Kammermusikkreises der Evangelischen StudierendenGemeinde mit Susanne Malheiros (Querflöte), Florian Frauen (Violine), Miriam Sperl (Klarinette) und Carolin Lindow (Cello) bereicherten mit ihren stimmig ausgesuchten und wunderbar vorgetragenen Musikstücken von J. S. Bach „Gavovtte I  und II“  und „Air“ als auch aus G. F. Telemanns „Tafelmusik“ die friedliche und durch das Leuchten der Schreiterfenster hervorgerufene Harmonie dieser Stunden.
Letztere wurden schließlich auch mit Johann Sebastian Bach und seiner Kantate Nr. 170 „Vergnügte Ruh', beliebte Seelenlust“, mit Quartett- und Orgelbegleitung und der Altstimme von Dr. Gabriele Soyka gegen 16.30 Uhr beendet.
 
Ein voller Tag, begonnen mit reichhaltigem Kirchkaffe unter der Empore, und mit von dem Ergebnis des Tages des offenen Denkmals® beeindruckten Besucher*innen  ging für dieses Jahr 2022 glücklich zu Ende.
 
Heidelberg, den 14.09.2022
Dr. Gabriele Soyka (i.A.Gruppe der offenen Peterskirche)