Neue Bücher aus der Peterskirche

Bücher spielen nicht nur in der Universität, sondern auch in der Universitätskirche eine besondere Rolle. Immer wieder werden Bücher aus der Peterskirche (z. B. Predigtbände) oder über die Peterskirche (z. B. über die Schreiterfenster) veröffentlicht.
Auch das Gedenkbuch der Universität verdankt sich einer Initiative von Wissenschaftler:innen, die zur Universitätsgemeinde gehören.
 
Nachfolgend finden Sie eine Zusammenstellung der verschiedenen Buchveröffentlichungen:
 
 
 
Der Band setzt Impulse zum Nachdenken und Nachfühlen - bei Themen wie Demokratieerhalt, Widerstand, Migration, Missbrauch, großmächtigen Autokratien, Ukrainekrieg oder Pandemie. Lebendige Sprache lockt zum Weiterlesen. Auch Lyrik kommt zum Klingen.
 
Im Streit über die Legitimität öffentlicher Theologie zeiht der Band, dass "Trost", "sinnhafte Begleitung" und "die grundsätzliche Frage von Leben und Tod im Blick" zu haben (Julia Klöckner), mit politischem Positionieren zu verbinden ist.
Aus dem Vorwort: In einer Zeit gigantischer politischer Verwerfung kann Kirche sich nicht auf den religiösen und sozialen Innenhof beschränken. Sie muss auf dem Marktplatz Stimme erheben, in die Mitverantwortung für Gesamtgesellschaft, demokratische Grundordnung und entsprechende Werte eintreten - sowie deren Gefährder mit Ross und Reiter benennen; verhindern helfen, dass menschenverachtendes Gebaren sich den Anstrich des Normalen zulegt.
 
Peter Lampe
 
 
 
 
Nur selten werden in den Sonntagsgottesdiensten Abschnitte des Markusevangeliums gepredigt, denn die werden in der traditionellen Predigttextordnung viel weniger berücksichtigt als Matthäus und Johannes. Daher haben einige jüngere Mitglieder der Theologischen Fakultät eine Predigtreihe zum Markusevangelium angeregt, die eigentlich im Sommersemester 2020 in den Mittwochsgottesdiensten zu hören sein sollten. Die Gottesdienste fielen jedoch aus bekannten Gründen aus. Fast schien es so, als wäre der ungehörte Markus wieder nicht zu hören.
Im Sommersemester 2021 werden sie nun mit etwas Verspätung doch gehalten und können im Mittwochmorgen-Gottesdienst live bzw. hier im Predigtpodcast (nach-)gehört werden.
 
Diese und weitere Predigten zum Markusevangelium sind in diesem Buch gesammelt, das dem Universitätsprediger Helmut Schwier als Festschrift zugeeignet wurde.
 
 
 
In der Predigtreihe des Sommersemesters 2016 wurde zu Hauptfragen refor­ma­to­ri­scher Theologie gepre­digt. Diese Predigten sowie eine his­to­ri­sche Einführung zu Reformation und Reformationsjubiläum und eine sys­te­ma­tisch-theo­lo­gi­sche Reflexion zum Glaubensbegriff bei Luther sind nun in dem Mitte Januar 2017 erschie­nen Buch: „… wo das Evangelium gelehrt und gepre­digt wird. Predigten in refor­ma­to­ri­scher Verantwortung“ gesam­melt. Das Buch ist bereits der 5. Band der Reihe „Impulse aus der Heidelberger Universitätskirche“.
 
 
 
 
 
Gerd Theißen gehört zu den regel­mä­ßi­gen Predigern in der Peterskirche, sowohl in den Universitätsgottesdiensten als auch in den Mittwochmorgengottesdiensten. Seine Predigten aus den letzten Jahren — ins­ge­samt sind es 23 — hat er in dem gerade erschie­ne­nen Buch „Transparente Erfahrung“ ver­öf­fent­licht.
Neben den Predigten finden sich in dem Buch medi­ta­ti­ve Texte zu Schöpfung und Natur, zur Religion im Gegenüber zu Musik, Kunst und Dichtung, zur Deutung des Todes Jesu und zum Verhältnis von Glaube und Mystik.
Das Buch ist der Kirchenmusik in der Peterskirche gewid­met und in memo­ri­am Renate Sundermeier.
 
 
 
 
 
Im November 2013 erschien die Festschrift zum 80. Geburtstag von Prof. Adolf Martin Ritter. Aus dem Kreis des Mittwochmorgengottesdienstes wurden die dort im WS 2012/13 gehal­te­nen Predigten, die die ein­zel­nen Bestandteile der Liturgie biblisch fun­diert und his­to­risch infor­miert aus­le­gen, zusam­men­ge­fügt und dem ver­ehr­ten Jubilar, der den Frühgottesdienst seit vielen Jahren beglei­tet, zuge­eig­net.
 
Autorinnen und Autoren sind: Christian Brost, Kristina Fiedler, Annette Gerlach, Ulrich Göppel, Ulrike Glatz, Tobias Habicht, Ekkehard Heicke, Stefan Karcher, Wolfram Kinzig, Ann-Kathrin Knittel, Christoph Koch, Fritz Lienhard, Martin Mautner, Paul Philippi, Michael Plathow, Helge Pönnighaus, Miriam Pönnighaus, Hanna Reichel, Renate Ritter, Meike Röhrig, Friederike Schücking-Jungblut, Helmut Schwier, Anna-Maria Semper, Carolin Stalter, Theo Sundermeier, Gerd Theißen, Karoline Thomas, Hans-Georg Ulrichs, Joachim Vette und Livius Ziethe.
 
Tobias Habicht / Stefan Karcher / Hanna Reichel (Hg.): „… zu schauen die schönen Gottesdienste des Herrn“. Eine homi­le­ti­sche Festschrift zu Adolf Martin Ritters 80. Geburtstag, Impulse aus der Heidelberger Universitätskirche Bd. 4, Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2013. ISBN 978–3‑8253–6268‑3
 
 
 
 
2013 erschien der Abschlussband zum gesam­ten Zyklus der Schreiterfenster in der Peterskirche! Neben der Bau- und Kunstgeschichte des Gebäudes finden sich ein kunst­his­to­ri­scher Überblick über das Oeuvre Johannes Schreiters und theo­lo­gi­sche wie lyri­sche Erkundungen und Annäherungen an die ein­zel­nen Fenster und Motive, dazu zahl­rei­che farbige Abbildungen.
 
Autorin und Autoren sind: Anneliese Seeliger-Zeiss, Hans Gercke, Johannes Schreiter, Helmut Schwier, Theo Sundermeier, Gerd Theißen, Hans-Georg Ulrichs und Thomas Weiß.
 
 
 
 
 
Nötig zu wissen“ — unter diesem Titel erschie­nen die Auslegungen zum Heidelberger Katechismus. Im Mittelpunkt stehen die Predigten der Universitätsgottesdienste des Sommersemesters 2012, ergänzt um eine his­to­ri­sche Einführung von Christoph Strohm und um reli­gi­ons­päd­ago­gi­sche Anmerkungen von Ingrid Schoberth.
 
Weitere Autorinnen und Autoren sind: Jochen Cornelius-Bundschuh, Johannes Ehmann, Ulrich Fischer, Jan Christian Gertz, Matthias Konradt, Peter Lampe, Winrich Löhr, Friederike Nüssel, Manfred Oeming, Christian Schad, Helmut Schwier, Heike Springhart, Klaus Tanner, Gerd Theißen, Hans-Georg Ulrichs und Michael Welker.
 
 
 
 
 
Im Sommersemester 2011 haben die Mitglieder der Theologischen Fakultät anläss­lich des 625-jäh­ri­gen Jubiläums der Universität Heidelberg in der Universitätskirche wie in wei­te­ren evan­ge­li­schen und katho­li­schen Kirchen der Stadt Kanzelreden zum Thema „Weisheit“ gehal­ten.Sie bieten Einblicke in die große Vielfalt bibli­scher Weisheitstraditionen und reflek­tie­ren deren Verankerung in der Gottesrede, deren poe­ti­sche Umgestaltung in der Rede von der „Frau Weisheit“, deren chris­to­lo­gi­sche Konzentration, die Paulus in die Spannung von Torheit und Weisheit einfügt, und prak­ti­sche Lebens- und Glaubensweisheiten. Eingeleitet werden diese Einblicke durch einen kom­pak­ten Überblick über Themen, Texte und Kontexte der bibli­schen und früh­christ­li­chen Weisheitstraditionen und abge­schlos­sen durch Seitenblicke auf zwei andere reli­giö­se Überlieferungen, die ägyp­ti­sche und die bud­dhis­ti­sche, die hier exem­pla­risch sind und gleich­zei­tig auf Verbindungen wie Unterschiede zwi­schen Religionen auf­merk­sam machen.
 
Autorinnen und Autoren sind Jan Assmann, Jochen Cornelius-Bundschuh, Johannes Ehmann, Johannes Eurich, Jan Christian Gertz, Wilfried Härle, Wolfgang Huber, Benita Joswig, Christoph Koch, Peter Lampe, Fritz Lienhard, Winrich Löhr, Axel Michaels, Jörg Neijenhuis, Manfred Oeming, Michael Plathow, Adolf Martin Ritter, Helmut Schwier, Heike Springhart, Christoph Strohm, Klaus Tanner, Gerd Theißen, Hans-Georg Ulrichs, Michael Welker und Robert Zollitsch.
 
 
 
 
 
Das Gedenkbuch zur Universitätsgeschichte, das auch in der Universitätskapelle als künst­le­risch gestal­te­tes Unikat aus­liegt, ist ergänzt um einige Portraitaufnahmen im Buchhandel erschie­nen.Die Heidelberger Peterskirche ist als Universitätskirche von Beginn an mit dem Geschick der Universität Heidelberg ver­bun­den. In ihr wurden Marsilius von Inghen (gest. 1396), Gründungsrektor der Ruperto Carola, und zahl­rei­che Angehörige der Universität begra­ben. Erinnerungen an sie werden möglich durch die dort erhal­te­nen Epitaphien und Inschriften. In der süd­li­chen Seitenkapelle, der Universitätskapelle, erin­nern die dor­ti­gen Gedenktafeln sicht­bar an Männer und Frauen, Professoren und Studierende. Aber wie viele Menschen aus dem Umfeld der Universität gibt es, an die nichts mehr erin­nert?Die Evangelische Universitätsgemeinde Heidelberg möchte einen Beitrag leisten, wenigs­tens einige Namen und Lebensschicksale von Menschen in Erinnerung zu rufen und bekannt zu machen, die mit der Universitätsgeschichte eng ver­bun­den sind. Daher wurde auf ihre Veranlassung ein Gedenkbuch erstellt, das nun gedruckt vor­liegt und in der Universitätskapelle zugäng­lich ist. Zusammen mit den dor­ti­gen drei Glasfenstern von Johannes Schreiter dient es der Erinnerung an die Geschichte der Universität, an Begegnungen, Vertreibungen und Kriege.
 
 
 
 
Der Predigtband „Schöpfung“ enthält die Predigten der Heidelberger Universitätsgottesdienste des Sommersemesters 2010. Sie eröff­nen viel­fäl­ti­ge Zugänge und akzen­tu­ie­ren bibli­sche, his­to­ri­sche und gegen­wär­ti­ge Sichtweisen. Die Predigten stammen von Walter Boes, Jan Christian Gertz, Franziska Gnändinger, Wilfried Härle, Albrecht Herrmann, Wolfgang Huber, Matthias Konradt, Risto Saarinen, Helmut Schwier, Christoph Strohm, Klaus Tanner, Hans-Georg Ulrichs und Michael Welker.Darüber hinaus bietet das Buch weitere Reflexionen zu Natur und Schöpfung durch einen bisher unver­öf­fent­lich­ten Text aus dem Jahr 1925 des später berühm­ten Heidelberger Alttestamentlers und Predigers Gerhard von Rad sowie einen Aufsatz zu Fragen von Kosmologie und Theologie des Physikers und Theologen John C. Polkinghorne aus Cambridge.