Leben auf den Tod malen – Ikonenausstellung 2024

 
 

Das Projekt und das Künstlerpaar

Die Ausstellung „Leben auf den Tod malen“ zeigt Ikonen auf Munitionskisten des ukrainischen Künstlerpaares Sonia Atlantova und Oleksandr Klymenko. Mit ihren Ikonen setzen sich die beiden mit der seit 2014 währenden Kriegssituation in ihrer Heimat auseinander und wollen ein Hoffnungszeichen angesichts des russischen Angriffskrieges geben.
 
Als Untergrund für Christus-, Marien- und Heiligendarstellungen verwenden sie Teile von Munitionskisten, die von den Schlachtfeldern stammen. Sie stehen für die Realität des todbringenden Krieges. Die Munitionskisten will das Künstlerpaar in lebensbejahende Kunst verwandeln.
 
Im orthodoxen Glauben sind Ikonen Abbilder der göttlichen und erlösten Welt. Sie vergegenwärtigen Gottes Gegenwart und machen sie im Hier und Jetzt erlebbar. Ikonen werden „geschrieben“, denn sie verkündigen in analoger Weise zur Bibel das Evangelium. Auch sie zeugen vom Sieg des Lebens über den Tod und erinnern daran, dass Gott das ewige Leben schenkt und Gewalt und Tod nicht das letzte Wort haben.
 
Für das Künstlerpaar ist Ikonenschreiben "Beten mit Farben" – auf diese Weise entstehen eindrucksvolle Kunstwerke, die Glaube und Hoffnung auf Frieden vereinen.
 
Hoffnung und Hilfe
Mit ihrem Projekt „Ikonen auf Munitionskisten“ wollen Sonia Atlantova und Oleksandr Klymenko nicht nur Hoffnung stiften, sondern auch konkret Hilfe leisten. Mit den Spenden aus den Ausstellungen und dem Erlös des Verkaufs der Ikonen finanzieren sie humanitäre Projekte in der Ukraine mit.
Auch die Beiträge aus Heidelberg kommen diesen Projekten zugute.
 
Das Künstlerpaar
Sonia Atlantova und Oleksandr Klymenko sind beide Absolventen der Nationalen Akademie der Schönen Künste und der Architektur in Kyjiw. Sonia Atlantova arbeitet als Buchillustratorin, Monumental- und Staffeleimalerin und Installationskünstlerin. Oleksandr Klymenko lehrt am Staatlichen Institut für dekorative Kunst und Design und an den Höheren humanitären theologischen Kursen in Kyjiw. Er war selbst an der Front und hatte dort die Idee für das Projekt.
 
 
 

  

Rückblicke

Leben auf den Tod malen | Ikonen auf Munitionskisten

29.05.2024 | Rückblick auf den Vortragsabend zu Ikonentheologie
Rechts und links gerahmt von den Ikonen auf Munitionskisten steht Dr. Dagmar Heller vor einer riesigen Leinwand. Die Referentin für Orthodoxie und Leiterin des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim spricht lebendig über Geschichte, Theologie, Bedeutung und Gebrauch der Ikonen in der ostkirchlichen Tradition. Ihr Vortrag beschließt das kleine Rahmenprogramm der Ausstellung „Leben auf den Tod malen“. 

Leben auf den Tod malen | Ikonen auf Munitionskisten

22.05.2024 | Rückblick auf den Vortragsabend zur Situation der Kirchen in der Ukraine
An einem lauen Mittwochabend ist der Saal im Karl-Jaspers-Haus in der Plöck 66 gut gefüllt. Viele Interessierte sind gekommen, um den Vortrag des Ukrainers Bohdan Mostovyi zur Entwicklung des ukrainischen Christentums zu hören.

Leben auf den Tod malen – Ikonen auf Munitionskisten

17.05.2024 | Rückblick auf die Vernissage
Mit einer Vernissage ist die Ausstellung „Leben auf den Tod malen“, bei der Ikonen auf Munitionskisten von dem ukrainischen Künstlerpaar Sonia Atlantova und Oleksandr Klymenko zu sehen sind, am 14. Mai 2024 in der Peterskirche gestartet. 
 

Quelle: Universitätsgemeinde